Aus der Abteilung

 

Schüler und Meister stellen sich zur Prüfung

Danprüfung im Budocenter

Schwabmünchen/Untermeitingen/Jettingen; Zu Weihnachten das ganz Besondere erreicht. Fünf Sportlerinnen und Sportler der Abteilung Taekwondo/Allkampf-Jitsu des TSV Schwabmünchen sowie eine Sportlerin des SV Untermeitingen stellten sich am Samstag der Herausforderung der Dan-Prüfung.

Im Allkampf-Jitsu unterzogen sich vom TSV Schwabmünchen Lydia (16 Jahre) und Jens Kruse (44 Jahre) zum ersten Dan, dem Meistergrad sowie Peter Feldmeier (40 Jahre) zum zweiten Dan den ersten Trainer Grad den Strapazen einer solchen Prüfung deren Vorbereitung mindesten ein bzw. zwei Jahre dauert. Geprüft wurde neben dem Grundprogramm, das sind verschiedene Techniken der bisherigen Prüfungen, die Fallschule aber auch der Kombinationen- und Formenlauf (Kampf gegen imaginäre Gegner) sowie die Techniken zum jeweiligen Dangrad (hier können schon mal, mit den Vortechniken, bis zu 50 Techniken vom Prüfling abverlangt werden). Auch die Verteidigung gegen zehn freie Angriffe und die Verteidigung gegen zwei Gegner musste demonstriert werden. Den Abschluss bildet der Bruchtest auf drei cm Bretter bei Frauen und dreieinhalb cm Bretter bei den Männern. Hier mussten Jens und Lydia jeweils eine Faust- und eine gesprungene Fußtechnik sowie Peter eine Faust und zwei Fußtechniken demonstrieren.

Im Taekwondo stellten sich Sandra Schreiber (20 Jahre) vom SV Untermeitingen, Jacqueline (17 Jahre) und Thomas Heiß (45 Jahre) vom TSV Schwabmünchen den Herausforderungen dieser Anspruchsvollen Prüfung. Während Sandra und Jacqueline zur Prüfung des ersten Meistergrades antraten unterzog sich Thomas hohen Ansprüchen der Prüfung zum fünften Dan (dem zweiten Lehrergrad). Das Vorprogramm umfasste alle fünf Kombinationen welche am Stück vorgetragen werden mussten, sowie (für die Anwärter des ersten Dan) vier Formen aus dem bisherigen Farbgurtbereichen und die neunte Hyong –die Meisterform–. Für Thomas hieß es jedoch je eine Hyong aus jedem Bereich (Farbgurt,- erster-, zweiter-, dritter- und vierter Danbereich) sowie seine drei Prüfungsformen 19, 20 und 21 von insgesamt 24 Hyongs vorzutragen. An den Formenpart schloss sich der Einschritt- und Dreischrittkampf (Taekwondo spezifische Techniken) an. War das geschafft musste die Selbstverteidigung demonstriert werden. Kaum war diese beendet mussten die Prüflinge sich im Kampf gegen einen bzw. gegen zwei Gegner behaupten. Den Abschluss bildete wieder der Bruchtest (wie beim Allkampf) zum ersten Dan eine gesprungene Fuß- und einer Handtechnik auf zweieinhalb cm Bretter für Schülerinnen und drei cm für Frauen. Thomas hingegen musste sich an fünf Brettern beweisen und diese zertrümmern.

Am Ende dieses Prüfungsgeschehen konnten jedoch alle Sportlerinnen und Sportler des SV Untermeitingen und des TSV Schwabmünchen unter großem Lob und Anerkennung ihre hervorragenden Vorbereitungen und Leistungen die Danurkunden überreicht bekommen. Für Thomas heißt es jetzt „nur noch eine Stufe zum Großmeister“, allerdings beträgt die Warte- und Vorbereitungszeit bis dahin sechs Jahre. Mag sein dass in manchen Verbänden der Großmeistergrad ab dem fünften Dan zählt, doch die althergebrachte Weiße heißt (und daran orientiert sich auch das Budocenter Europa -BCE- in welchem Schwabmünchen und Untermeitingen Mitglied sind): Bis Blaugurt Anfänger, ab Blaurotgurt Fortgeschrittener, erster Dan Meistergrad, zweiter und dritter Dan Trainergrade, vierter und fünfter Dan Lehrergrad, ab sechster Dan Großmeister. Nicht nur die jetzigen, ganz hervorragenden Prüfungsleistungen sondern auch die langjährigen Spitzenplatzierungen auf nationaler und internationaler Ebene im In- und Ausland unterstreichen einmal mehr das außerordentlich professionelle Training der beiden Vereine.